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Erfolgreiche Fundraising-Gesuche — so klappt's

Klarer Pitch, passende Adresse, saubere Unterlagen — die wichtigsten Schritte für Gesuche an Stiftungen und Förderer in der Schweiz.

Viele Gesuche scheitern nicht am Projekt — sondern an der Adresse oder an einer unklaren Bitte. Stiftungen und Lotteriefonds erhalten Anfragen, die thematisch nicht passen, das Wirkungsgebiet verfehlen oder Ausschlusskriterien ignorieren. Dann hilft auch der schönste Text wenig.

1. Passung vor Formulierungsarbeit

Bevor du Seiten schreibst, kläre drei Punkte:

  • Thema und Zweck: Passt dein Vorhaben zum Förderzweck?
  • Ort: Wirkt die Institution lokal, kantonal, national — und bist du im Gebiet?
  • Ausschlüsse: Nur Mitglieder, Familienstiftung, keine Gesuche von aussen?

Wer hier früh filtert, spart Wochen. Genau dafür lohnt Matching: zuerst die richtigen Adressen, dann das Gesuch.

2. Was ein starkes Gesuch braucht

Ein gutes Gesuch beantwortet in klarer Sprache:

  1. Was willst du umsetzen — in einem Satz?
  2. Für wen und wo entsteht der Nutzen?
  3. Warum jetzt — Bedarf, Timing, Lücke?
  4. Wieviel brauchst du, und wofür (Budgetposten)?
  5. Was passiert danach — Wirkung, Nachhaltigkeit, Reporting?

Vermeide Floskeln («innovativ», «nachhaltig») ohne Beleg. Zeig konkrete Schritte, Partner und Meilensteine.

3. Budget und Betrag

Bitte um einen Betrag, der zum Förderer und zu deinem Vorhaben passt. Viele Institutionen fördern eher klar abgegrenzte Kosten (Material, Honorare, Projektleitung) als pauschale «Betriebskosten ohne Plan». Lege offen, was bereits finanziert ist und was noch fehlt.

4. Unterlagen, die man erwartet

Je nach Institution unterschiedlich — oft aber:

  • kurze Projektbeschreibung
  • Budget und Finanzierungsplan
  • Angaben zur Trägerschaft (Verein, Stiftung, Person)
  • bei Bedarf: Statuten, Jahresrechnung, Referenzen

Lies die Richtlinien der jeweiligen Institution. Ein Gesuch «für alle» wirkt selten.

5. Timing und Nachfassen

Viele Förderer haben Eingabefenster oder Sitzungsdaten. Plane Rücklaufzeiten ein. Nachfassen ist erlaubt — höflich, kurz, mit Bezug auf dein Gesuch. Druck erzeugt selten Zusagen.

Fazit

Erfolgreiche Gesuche starten mit Passung, dann mit einem verständlichen Pitch und einem nachvollziehbaren Budget. Wenn du die richtigen Förderer findest, bevor du schreibst, steigt die Chance spürbar — und du investierst Zeit dort, wo sie sich lohnt.