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Fundraising-Statistiken Schweiz — was die Zahlen wirklich sagen

Stiftungszahlen, Vermögen und regionale Dichte aus dem Schweizer Stiftungsreport — und was das für dein Gesuch bedeutet.

Wer fördert, will Orientierung. Zahlen helfen — wenn man weiss, woher sie kommen und was sie nicht sagen. Für den Schweizer Stiftungssektor ist der Schweizer Stiftungsreport (SwissFoundations, CEPS Universität Basel, Zentrum für Stiftungsrecht UZH) die zentrale öffentliche Quelle. Die Angaben unten beziehen sich auf den Report 2026 (Stand Ende 2025).

Der Sektor in wenigen Zahlen

Laut Stiftungsreport 2026:

  • 13’782 aktive gemeinnützige Stiftungen in der Schweiz (Ende 2025; weitere 202 waren «in Liquidation»)
  • 325 Neugründungen und 253 Liquidationen im Jahr 2025 (Nettowachstum +72)
  • geschätztes Stiftungsvermögen von 159,6 Milliarden CHF
  • mehr als die Hälfte der Stiftungen (51,6 %) wirkt lokal oder regional

Quellen und Download: stiftungsreport.ch bzw. die Veröffentlichungen von SwissFoundations und CEPS.

Regionale Unterschiede

Die Stiftungswelt ist nicht gleichmässig verteilt:

  • Der Kanton Zürich führt mit rund 2’218 Stiftungen die Absolute an.
  • Die höchste Dichte (Stiftungen pro 10’000 Einwohner) liegt weiterhin in Basel-Stadt.
  • Viele Kantone haben eigene Dynamiken bei Gründungen und Liquidationen.

Für Gesuche heisst das: Ort und Wirkungsgebiet sind entscheidend. Eine nationale Liste ohne geografischen Filter führt oft in die Irre.

Was die Statistik nicht liefert

Der Stiftungsreport beschreibt den Sektor — nicht deine Erfolgsquote. Er sagt nicht:

  • wie hoch die Annahmequote einzelner Stiftungen ist
  • welcher Betrag «typisch» für dein Thema ist
  • ob eine bestimmte Institution Gesuche von aussen annimmt

Viele Stiftungen sind eng zweckggebunden oder nicht öffentlich beantragbar. Eine grosse Zahl an Stiftungen bedeutet also nicht automatisch eine grosse Zahl an offenen Türen.

Was du daraus fürs Fundraising nimmst

  1. Passung schlägt Masse. Wenige passende Adressen schlagen hundert Blindgesuche.
  2. Regional denken. Über die Hälfte wirkt lokal/regional — Ort und Kanton zählen.
  3. Quellen prüfen. Zweck, Aufsicht und Website (sofern vorhanden) vor dem Schreiben lesen.
  4. Erwartungen ehrlich halten. Vermögen im Sektor sagt wenig über den Einzelzuschuss an dein Projekt.

Fazit

Statistiken zeigen: Die Schweiz hat einen grossen, lebendigen Stiftungssektor — mit starker regionaler Prägung. Für dein Vorhaben zählt weniger die Gesamtzahl als die richtige Schnittmenge aus Thema, Ort und Beantragbarkeit. Genau dort setzt gutes Matching an.